Kapitallebensversicherung: Der Vorsorgeklassiker
Bisher war nur von jener Versorgungslücke die Rede, die für das Rentenalter zu erwarten ist. Aber wie steht es um die Familie, wenn der Hauptverdiener plötzlich stirbt? Die staatliche Absicherung ist hier noch geringer. Beim Stichwort Risiko wird der Unterschied zwischen "normalem" Vorsorgesparen und der Vorsorge durch eine Lebensversicherung besonders deutlich. Beim Sparen zählen nur die tatsächlich erbrachten Leistungen. Versicherungen dagegen zahlen im Ernstfall die volle, vorher vereinbarte Summe – egal, was bis dahin eingezahlt wurde.
Kapital-Lebensversicherung?
Sie schließen eine Kapitallebensversicherung ab, die auch als gemischte Versicherung "für den Erlebens- und Todesfall" bezeichnet wird. Damit decken Sie nicht nur das Risiko ab, sondern sparen gleichzeitig Beträge für die Altersvorsorge an. Als Fälligkeitsdatum könnten Sie beispielsweise Ihren 60. oder 65. Geburtstag wählen (weil Sie vorhaben, dann möglicherweise in Ruhestand zu gehen). Der Betrag, den Sie an diesem Tag ausgezahlt bekommen, ist wesentlich höher als die Versicherungssumme. Denn in den vielen Jahren sind Ihre Beiträge durch Zinsen gewachsen. Wie viel eine Versicherung am Ende ausbezahlt – das kann allerdings niemand genau voraussagen.
Wichtig: Abschaffung des Steuerprivilegs für Kapitallebensversicherungen ab Januar 2005
Das Steuerprivileg für Kapitallebensversicherungen (Sonderausgabenabzug, Steuerfreiheit der Erträge bei längerer Laufzeit) wird für Neuverträge abgeschafft. Die Erträge von Kapitallebensversicherungen, die ab dem Inkrafttreten der Neuregelung im Januar 2005 abgeschlossen werden, werden künftig zur Hälfte besteuert, wenn der Vertrag eine Laufzeit von mindestens zwölf Jahren hat und die Auszahlung erst nach Vollendung des 60. Lebensjahres erfolgt.
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