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Hypotheken-Niedrigzinsen bekommt nicht jeder
Hamburg, 10. Januar 2007. Die günstigsten Zinssätze für Hypotheken bekommen nur wenige Verbraucher. Meistens sind die Zinsen deutlich höher als die sogenannten Top-Zinsen. Darauf weist das Internetportal www.financialport.de hin. Denn die in Anzeigen genannten Zinsen gelten nur unter speziellen Bedingungen und nicht für jedermann. Freiberufler und Selbständige zum Beispiel müssen fast immer Aufschläge zahlen. Und die Top-Zinsen gelten in der Regel nur für Hypotheken ab 100.000 Euro und bis 60 Prozent des Kauf- oder Baupreises.
Die tatsächlichen Kosten von Kauf und Bau liegen aber durch Nebenkosten für Notare, Steuern und anderes noch rund 10 Prozent über dem Kaufpreis. Deshalb müssten Käufer fast die Hälfte des Eigenkapitals auf dem Sparbuch haben. Das ist aber nur sehr selten der Fall, normalerweise haben Bauherren rund 20 Prozent Eigenkapital. Banken vergeben zwar ohne Probleme Hypotheken bis zu 80 Prozent des Kaufpreises, aber zu schlechteren Konditionen. Auch die Auszahlung in mehreren Raten, wie sie beim Bauen üblich und sinnvoll ist, kostet Aufschläge. Ebenfalls teurer wird es, wenn man Sondertilgungen vereinbaren möchte.
Schätzkosten, Bereitstellungszinsen, Bearbeitungsgebühren und ähnliche Nebenkosten der Baufinanzierung können die Gesamtkosten weiter in die Höhe treiben. Deshalb sollten Interessenten sich nie am sogenannten Nominalzins orientieren, sondern am Effektivzins, in den (fast) alle Nebenkosten eingerechnet sind. Auch ein schriftlicher Tilgungsplan für die gesamte Laufzeit sollte vorliegen. Wenn ein Baufinanzierer sich davor drücken will, dann ist doppelte Vorsicht geboten, denn seriöse Banken stellen ihn immer bereit.
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