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Startseite : Investment / Aktien : Zertifikattypen

Zertifikattypen im Überblick

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Discout-Zertifikate
Discount-Zertifikate haben sich zum Liebling vieler Anleger gemausert: In den drei Jahren bis Ende 2003 hat sich ihre Zahl verzehnfacht, allein im Januar 2004 kauften und verkauften Investoren Discount-Zertifikate für über 2,6 Mrd. Euro.

Das Geheimnis des Erfolgs: Selbst wenn eine Aktie oder ein Index kaum steigt oder sogar fällt, sind mit den entsprechenden Discount-Zertifikaten zweistellige Renditen möglich. Und wenn die Kurse in den Keller gehen, sorgt ein Risikopuffer bei Discount-Zertifikaten für einen vergleichsweise sanften Fall.

Dass sich Discount-Zertifikate in vielen Fällen lohnen, gibt es schwarz auf weiß. Mehre Banken haben ausgerechnet: Über einen Zeitraum von vier Jahren haben mehr als 80% aller beobachteten Papiere eine höhere Rendite erzielt als ihr Basiswert. Grund genug für alle Aktienanleger und -einsteiger, sich Discount-Zertifikate näher anzuschauen!

Discount-Zertifikate sind innovative Anlageinstrumente, bei denen die Art der Rückzahlung bei Fälligkeit vom Preis des Basiswerts (z.B. Aktien oder Index) an einem bestimmten Stichtag abhängt. Je nach Zertifikatsbedingungen ist entweder die Zahlung eines festen Geldbetrages oder die Lieferung des Basiswerts vorgesehen. Charakteristisch für Discountzertifikate ist, dass ihr Kaufpreis stets unterhalb des aktuellen Preises des jeweiligen Basiswerts liegt. Man spricht deshalb von einem Discount. Da der Rückzahlungsbetrag einen im Voraus festgelegten Höchstbetrag nicht überschreiten kann, ist das Gewinnpotenzial jedoch von vorneherein beschränkt. Zudem erhält der Anleger keine Zinszahlungen oder Ausschüttungen.

Die Höhe des Discounts ist abhängig von der Volatilität des Basiswerts und von der Laufzeit des Zertifikats. Zum Ende der Laufzeit tendiert der Discount gegen Null. Der Preis der Zertifikats hängt während der Laufzeit entscheidend von der Kursentwicklung des Basiswerts ab. Kursrückgänge beim Basiswert bewirken daher für den Anleger am Laufzeitende einen Verlust, wenn der Kurs des Basiswerts am Stichtag unter den gezahlten Kaufpreis für das Discountzertifikat fällt.

Die Art der Rückzahlung am Ende der Laufzeit ist abhängig vom Kurs des Basiswerts am Ausübungstag. Überschreitet der Preis des Basiswerts den im Voraus festgelegten Höchstbetrag an diesem Stichtag oder sind beide Beträge identisch, erhält der Anleger den vereinbarten Maximalbetrag in bar ausgezahlt. Dabei spielt es keine Rolle, wie weit der Preis des Basiswerts über dem Höchstbetrag liegt.

Unterschreitet der Preis des Basiswerts den Höchstbetrag zum Ausübungstag, erfolgt je nach Zertifikatsbedingungen ein Barausgleich oder die Lieferung des Basiswerts. Der Wert dieser Lieferung entspricht dann dem aktuellen Marktwert des Basiswerts.

Discount-Zertifikate sind insbesondere für Anleger interessant, die an der Entwicklung der Wertpapiermärkte partizipieren, das Risiko einer Aktiendirektanlage jedoch begrenzen möchten. Der Kurs des Discount-Zertifikats hängt im Wesentlichen von der Kursentwicklung des Basiswerts ab. Die Kursveränderungen im Discount-Zertifikat sind allerdings geringer als die vom zugrundeliegenden Basiswert. Das Risiko ist demnach geringer als beim Direktinvestment.

Chancen bieten Discount-Zertifikate vor allem in seitwärts oder leicht positiv tendierenden Märkten. Sie sind daher optimal als Depotbeimischung geeignet.

Mehrere Studien haben gezeigt, dass sich Discount-Zertifikate in den meisten Marktphasen besser entwickeln als Aktien. Auch die absolute Performance fiel den Untersuchungen zufolge im Zeitraum 1999 bis 2003 bei den Discount-Zertifikaten deutlich höher aus.

Beispiele:

Classic Discount-Zertifikat auf die Allianz, Höchstbetrag 115 Euro, Bezugsverhältnis 1:1, Restlaufzeit 1 Jahr
Kurs der Allianz-Aktien bei Kauf 105 Euro, Kaufpreis des Zertifikats 95 Euro.

Möglichkeit 1:
Der Kurs der Allianz-Aktien notiert bei Fälligkeit auf oder über dem Höchstbetrag (>115 Euro):
Der Emittent zahlt dem Anleger den Höchstbetrag von 115 Euro aus. Der Gewinn für den Anleger beträgt 20 Euro je Zertifikat. Das entspricht einer Rendite von 21,05%.

Möglichkeit 2:
Der Kurs der Allianz-Aktien notiert bei Fälligkeit zwischen dem Kaufpreis und dem Höchstbetrag (95 - 115 Euro) Beispiel - 100 Euro:
Der Emittent liefert dem Anleger Allianz-Aktien. Im Falle der sofortigen Veräußerung beträgt der Gewinn für den Anleger 5 Euro (Börsengebühren bleiben unberücksichtigt). Das entspricht einer Rendite von 5,3%.

Möglichkeit 3:
Der Kurs der Allianz-Aktien notiert bei Fälligkeit unter dem Kaufpreis (< 95 €) Beispiel - 90 Euro:
Der Emittent liefert dem Anleger Allianz-Aktien. Im Falle der sofortigen Veräußerung beträgt der Verlust für den Anleger 5 Euro (Börsengebühren bleiben unberücksichtigt). Das entspricht einem Wertverlust von 5,3%.

Im genannten Beispiel kann der Kurs der Allianz-Aktien während der Laufzeit des Discount-Zertifikats um bis zu 10 Euro oder 9,52% fallen ohne dass der Anleger einen Verlust einfährt.

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Aktienanleihen
Aktienanleihen sind Inhaberschuldverschreibungen bei denen der Emittent bei Fälligkeit ein Wahlrecht besitzt, ob die Anleihe zum Nominalwert oder in einer vorher vereinbarten Stückzahl eines bestimmten Aktienwertes zurückgezahlt wird. Die Nominalverzinsung von Aktienanleihen liegt daher in der Regel deutlich über dem Marktniveau. Der Emittent tilgt die Anleihe durch Lieferung von Aktien, wenn der Schlusskurs der jeweiligen Aktie zum vereinbarten Stichtag unterhalb eines vorher bestimmten Basispreises liegt.

Rendite: Aktienanleihen weisen eine deutlich über dem Marktniveau liegende Verzinsung auf. Nicht selten sind die Anleihen mit Kupons von bis zu 20% und mehr ausgestattet. Dieser Zins wird vom Emittenten garantiert und unabhängig von der Entwicklung des Aktienkurses gezahlt.

Risiko: Da der Emittent das Wahlrecht besitzt in welcher Form die Aktienanleihe getilgt wird, trägt der Anleger das Risiko, bei Fälligkeit Aktien geliefert zu bekommen. Der Wert dieser Aktien wird immer niedriger sein als der entsprechende Nominalwert der Anleihe. Ein eventueller Kursrückgang der zugrundeliegenden Aktie kann also die Rendite schmälern oder dem Anleger sogar Verluste bescheren.

Handel: Aktienanleihen werden auch während der Laufzeit gehandelt. Der Kursverlauf der Anleihe ist dabei neben dem allgemeinen Zinsniveau vor allem von der Kursentwicklung der Aktie abhängig. Je weiter der Aktienkurs unter den vereinbarten Basispreis sinkt, umso tiefer kann auch der Kurs der Anleihe fallen. Im Gegenzug kann der Kurs der Anleihe entsprechend steigen, wenn der Kurs der Aktie deutlich über dem Basispreis notiert.

Aktienanleihen sind insbesondere dann für den Anleger interessant, wenn eine Seitwärtsbewegung der Aktienmärkte oder eine leichte Aufwärtstendenz zu erwarten ist. Die garantierte Verzinsung dient bei sinkenden Aktienkursen als Risikopuffer und verringert das Verlustrisiko für den Anleger im Vergleich zur Aktiendirektanlage.

Beispiele:

Aktienanleihe mit einem Kupon von 15%, Laufzeit 1 Jahr, Nominal 1.000 Euro, Basispreis der Aktie 34,49 Euro, Rückzahlung 29 Aktien oder Nominal 1.000 Euro.
Am Ende der Laufzeit erhält der Anleger eine Verzinsung von 15%. Das entspricht 150 Euro.

Möglichkeit 1
Der Kurs der Aktie notiert über dem Basispreis:
Der Emittent tilgt die Anleihe zum Nominalwert von 1.000 Euro. Zusätzlich erhält der Anleger die vereinbarte Verzinsung von 150 Euro. Die Rendite beträgt 15%.

Möglichkeit 2
Der Kurs der Aktie notiert knapp unter dem Basispreis - Beispiel 31,50 Euro:
Der Emittent tilgt die Anleihe durch Lieferung von 29 Aktien im Gesamtwert von 913,50 Euro. Zusätzlich erhält der Anleger die vereinbarte Verzinsung von 150 Euro. Der Reinertrag beläuft sich auf 63,50 Euro. Die Rendite beträgt 6,35%.

Möglichkeit 3
Der Kurs der Aktie notiert deutlich unter dem Basispreis - Beispiel 25 Euro:
Der Emittent tilgt die Anleihe durch Lieferung von 29 Aktien im Gesamtwert von 725,00 Euro. Zusätzlich erhält der Anleger die vereinbarte Verzinsung von 150 Euro. Der Verlust für den Anleger beträgt 125 Euro oder 12,5%.

Im genannten Beispiel kann der Kurs der Aktie bis auf 29,32 Euro sinken, ohne dass der Anleger Verluste schreibt.

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Index-Zertifikate
Beim Geldanlegen geht der Trend seit Jahren in Richtung Index-Investments. Ein Index fasst die Kurse mehrerer Aktien zusammen, die bestimmte, vom Indexentwickler vorgegebene Kriterien erfüllen. So repräsentiert z.B. der von der Deutschen Börse geschaffene DAX die 30 wichtigsten börsennotierten Unternehmen Deutschlands. Mit dem Kauf von Indexzertifikaten partizipieren Sie an der Kursentwicklung dieses Index im Verhältnis 1:1.

Bei der Zusammenstellung eines Index gelten genaue Regeln, welche Werte in Frage kommen, wie diese zu gewichten sind, in welchem zeitlichen Abstand die Zusammensetzung überprüft wird und wie etwaige Kapitalmaßnahmen eines Indexmitglieds zu handhaben sind.

Ein Index kann als Kursindex (z.B. EuroSTOXX50) oder als Performance-Index (z.B. DAX) konzipiert sein. Während beim erstgenannten Index Dividendenzahlungen unberücksichtigt bleiben, werden die Ausschüttungen beim Performance-Index reinvestiert und wirken sich dadurch wertsteigernd auf den Index aus.

Ursprünglich wurden Indizes entwickelt, um Anlegern einen Anhaltspunkt über die aktuelle Marktstimmung zu geben und ihnen einen Vergleichsmaßstab für ihre eigenen Investments zu liefern. Bei Investmentfonds dienen Indizes deshalb regelmäßig als Messlatte bzw. Benchmark, um die eigene Performance besser vergleichbar zu machen. Ziel der Fondsmanager ist es, den vorgegebenen Benchmark-Index möglichst deutlich zu übertreffen.

Zahlreiche Performance-Studien haben allerdings ergeben, dass dies nur einer kleinen Minderheit der Manager gelingt. Meistens hätten Anleger mit dem Kauf des Index das bessere Anlageergebnis erzielt. Mit Indexzertifikaten lässt sich dieses Vorhaben einfach und kostengünstig realisieren.

Ein Indexzertifikat verbrieft ein Recht auf Zahlung eines Geld- oder Abrechnungsbetrages, dessen Höhe vom Wert des zugrundeliegenden Index am Fälligkeitstag abhängt. Mit Hilfe von Indexzertifikaten hat der Anleger also die Möglichkeit an der Wertentwicklung der im Index enthaltenen Wertpapiere zu partizipieren, ohne die Werte einzeln zu kaufen. Indexzertifikate beziehen sich vor allem auf Aktienindizes.

Bei Indexprodukten ist generell zu beachten wie der zugrundeliegende Index berechnet wird. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Indizes: Preis-Indizes und Performance-Indizes. Bei der Berechnung eines Performance-Index (z.B. DAX), werden alle vom Markt ausgelösten Kursveränderungen berücksichtigt; Dividenden und Bezugsrechte fließen damit in die Berechnung mit ein. Anders ist dies bei einem Preis-Index (z.B. S&P 500), der die reine Kursentwicklung und damit auch die bei der Dividendenzahlung vorgenommenen Kursabschläge nachzeichnet.

In ihrer ursprünglichen Form verfügten Indexzertifikate stets über eine begrenzte Laufzeit. Langfristig orientierte Investoren, die über das Laufzeitende hinaus an der Entwicklung eines Index partizipieren wollten, mussten bei Fälligkeit das ausgezahlte Kapital erneut in entsprechende Indexzertifikate investieren. Dies verursachte neben dem persönlichen Arbeitsaufwand auch Transaktionskosten und somit eine geringere Performance. Um den Bedürfnissen dieser Langfrist-Anleger besser gerecht zu werden, gibt es seit dem Jahr 2000 Indexzertifikate ohne festgelegtes Laufzeitende, so genannte Open-End-Zertifikate.

Kein Währungsrisiko dank Quanto-Indexzertifikaten
Wer in Aktienmärkte außerhalb der Eurozone investiert, geht neben dem Aktienkursrisiko gleichzeitig ein Währungsrisiko ein. Verliert nämlich die jeweilige Landeswährung gegenüber dem Euro an Wert, verschlechtert sich die Performance. So kann z.B. eine Indexperformance von fünf Prozent durch einen Währungsverlust von 10 Prozent letztlich sogar zu einem Verlust führen. Bei herkömmlichen Zertifikaten auf Indizes außerhalb des Euroraumes besteht ebenfalls ein Währungsrisiko. Die Kurse dieser Zertifikate sind nicht nur um das Bezugsverhältnis, sondern auch um den jeweiligen Devisenkurs bereinigt. So kostet z.B. ein Indexzertifikat auf den US-Index S&P-500 bei einem Indexstand von 1000 Punkten, einem Bezugsverhältnis von 100:1 und einem Euro-Kurs von 1,20 USD, nicht 10,00 Euro, sondern währungsbereinigt lediglich 8,33 Euro. Stiege in unserem Beispiel der Euro auf 1,30 USD an, so würde das Zertifikat bei einem unveränderten Indexstand von 1000 Punkten nur noch 7,69 Euro kosten und somit einen Verlust von 7,7 Prozent verbuchen.

Quanto-Zertifikate schützen Sie vor diesen Währungsverlusten. Ihr Vorteil: Sie können währungsneutral investieren und sich somit ausschließlich auf die Bewertung des Basiswerts konzentrieren. Bei Fälligkeit erhalten Sie dann den um das Bezugsverhältnis bereinigten Indexstand in Euro ausgezahlt. Für die Währungsabsicherungen können aber bestimmte Gebühren anfallen.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Partizipation an der Indexentwicklung im Verhältnis 1:1
  • Geringeres Risiko als beim Kauf einzelner Aktien
  • Große Auswahl an Zertifikaten auf unterschiedliche Indizes
  • Kostengünstiges Handeln
  • Möglichkeit zur Währungsabsicherung
  • Transparente Kurse

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Basket-Zertifikate
Ein Basket-Zertifikat verbrieft ein Recht auf Zahlung eines Geld- oder Abrechnungsbetrages, dessen Höhe vom Wert des zugrundeliegenden Baskets am Fälligkeitstag abhängt. Ein Basket besteht aus einem genau definierten Korb von Basiswerten. Der Korb wird vom Emittenten zusammengestellt und besteht oft aus Aktien verschiedener Unternehmen einer bestimmten Branche eines oder mehrerer Länder. Mit Hilfe von Basket-Zertifikaten kann der Anleger also an der Wertentwicklung eines bestimmten Sektors profitieren, ohne die Werte einzeln zu kaufen.

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Garantie-Zertifikate
Bei Garantie-Zertifikaten garantiert der Emittent dem Käufer bei Fälligkeit die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals, bzw. eines Teilbetrages. Damit kann der Anleger das Verlustrisiko ausschließen, bzw. begrenzen. Im Gegenzug partizipiert der Anleger in der Regel nicht zu 100% an der Wertentwicklung des Basiswerts.

Die schweren Zeiten an der Börse verschaffen Garantie-Produkten eine ungeahnte Popularität. Kein Wunder, bieten diese doch einen Fallschirm bei einem möglichen Kursabsturz.

Gewinne ja - Verluste nein
Die Idee von Garantieprodukten ist bestechend: Bei Aktiengewinnen ist der Anleger dabei, vor Verlusten wird er aber geschützt. Moderne Garantieprodukte bieten weit mehr als eine nackte Kapitalgarantie. Aufgrund der Vielfältigkeit der Produkte ist es kein Problem mehr, Garantie-Zertifikate zu finden, welche den persönlichen Absicherungsbedarf unter Berücksichtigung der eigenen Renditeperspektive widerspiegeln.

Produkte mit vollständiger Kapitalgarantie
Der Investor bekommt eine "Geld-zurück-Garantie" und erhält mindestens sein eingesetztes Kapital - vermindert um den Ausgabeaufschlag - am Laufzeitende ausbezahlt. Steigen die Basiswerte, auf das sich das Zertifikat bezieht, profitiert der Anleger entsprechend an den Kurssteigerungen. Dabei hat die Voll-Garantie ihren Preis. Grundsätzlich gilt: Je mehr Garantie, desto weniger Partizipation an den Kursgewinnen.

Produkte mit teilweiser Absicherung
Bei dieser Form von Zertifikaten gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten:

  • Der Anleger bekommt am Ende der Laufzeit garantiert einen bestimmten vorab definierten Prozentsatz seines eingesetzten Kapitals wieder zurück. Beispiel: 70 Prozent des eingesetzten Kapitals werden garantiert nach fünf Jahren ausbezahlt.
  • Der Investor ist aufgrund eines eingebauten Sicherheitspuffers vor Verlusten in einer bestimmten Höhe (zum Beispiel 20 Prozent) geschützt. Erst wenn die Verluste den bei Emission festgelegten Puffer überschreiten, muss der Anleger ebenfalls Abschläge hinnehmen.
  • Kursgewinne werden stufenweise abgesichert, wenn der Index oder Basiswert besondere Voraussetzungen erfüllt. Bei manchen Produkten ist zum Beispiel der Durchschnittskurs über einen bestimmten Zeitraum für die Performance entscheidend.

Vor- und Nachteile
Diese Produkte bieten den Vorteil einer abgesicherten Investition. Das eingesetzte Kapital bleibt weitgehend erhalten. Nachteil ist der Preis: Die Absicherung schlägt negativ bei der Rendite durch. Die Bank kassiert einen bestimmten Prozentsatz, um die Absicherung zu finanzieren. Garantieprodukte eignen sich besonders für risikoscheue Investoren. Doch als Beimischung können sie auch in dynamischen Depots eingesetzt werden.

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Bonus-Zertifikate
Die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass ein gewisses Maß an Sicherheit am Aktienmarkt nie verkehrt ist. Denn letztlich kann niemand vorhersagen, ob die nächste Rallye ins Haus steht oder wann der nächste Rückschlag kommt oder ob die Börse gar erst einmal eine lange und ertragslose Verschnaufpause einlegt.

Gefragt sind Anlageformen, die all dem Rechnung tragen: die Chance auf Kursgewinne, den beruhigenden Balsam einer Absicherung und trostspendende Erträge bei einem Börsenstillstand. Damit schlägt die Stunde des Bonus-Zertifikats, das wie kein anderes Anlageinstrument alle drei Aspekte vereint.

  • Gebremstes Risiko: weil selbst bei kräftigen Kursverlusten noch positive Erträge möglich sind
  • Volles Gewinnpotenzial: weil der Anleger an Kursgewinnen der Aktienmärkte unbeschränkt teil hat
  • Attraktive Seitwärtsrendite: weil auch bei einem Börsenstillstand stattliche Renditen erzielt werden

Der Sicherheitsaspekt und die Chance, auch in stagnierenden oder sogar nachgebenden Märkten eine positive Rendite zu erzielen, machen Bonus-Zertifikate zur attraktiven Alternative zum Direktkauf von Aktien oder Indexzertifikaten.

Ein Bonus-Zertifikat garantiert dem Anleger am Ende der Laufzeit die Zahlung eines vorher festgelegten Bonusbetrages, sofern die Aktie während der gesamten Laufzeit eine bestimmte Barriere nicht berührt oder unterschreitet. In diesem Fall erhält der Anleger bei Fälligkeit eine bestimmte Mindestrückzahlung die durch den Bonus deutlich über dem Einstandpreis liegt, auch wenn der Basiswert unter dem Ausgangsniveau notiert. Die ausschlaggebende Barriere liegt in der Regel um rund 30 % unter dem Ausgangsniveau. Begrenzt wird der Auszahlungsbetrag dafür von einem vorher festgesetzten Höchstbetrag der oft bei bis zu 200 % des Startlevels liegt.

Wird die Barriere allerdings einmal während der Laufzeit erreicht, erfolgt die Rückzahlung des Zertifikats zum Schlusskurs der zugrundeliegenden Aktie. Je nach Zertifikatsbedingung kann die Rückzahlung auch durch Lieferung der Aktien erfolgen. Die Laufzeit von Bonus-Zertifikaten ist meistens mehrjährig.

Bonus-Zertifikate eignen sich vor allem für Anleger, die auch bei seitwärts- oder leicht negativ tendierenden Aktienmärkten eine attraktive Rendite erzielen wollen. In den meisten Fällen erwirtschaftet das Bonus-Zertifikat eine höhere Rendite als das entsprechende Aktiendirektinvestment. Lediglich bei sehr starken Kursgewinnen schneiden Aktien besser ab.

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Sprint-Zertifikate
Bei Sprint-Zertifikaten ist die Art und die Höhe der Rückzahlung vom Kurs des Basiswerts am Ausübungstag abhängig. Entscheidende Bezugsgrößen sind dabei der vorher festgelegte Start-Preis sowie der Stopp-Preis. Der Start-Preis liegt in der Regel in der Nähe des Referenzkurses der Aktie bei Laufzeitbeginn. Der Stopp-Preis je nach Zertifikatsbedingungen und Volatilität des Basiswerts meist zwischen 10 und 20% darüber.

Notiert der Kurs des Basiswerts am Ausübungstag beim Startpreis oder darunter, ist der Emittent berechtigt, das Sprint-Zertifikat durch Lieferung von Aktien des Basiswerts zurückzuzahlen.

Liegt der Kurs des Basiswerts am Ausübungstag über dem Startpreis, erhält der Anleger eine Aktie des Basiswerts zuzüglich einem Zusatzbetrag. Dieser Zusatzbetrag ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Schlusskurs der Aktien am Ausübungstag und dem Startpreis.

Überschreitet der Kurs des Basiswerts am Ausübungstag den Stopp-Preis, dann erhält der Anleger den Stopp-Preis zuzüglich der Differenz zwischen Stopp-Preis und Startpreis ausgezahlt.

Sprint-Zertifikate werden von verschiedenen Emittenten angeboten. Sie sind daher unter verschiedenen Namen auf dem Markt. Sprint-Zertifikate sind daher auch unter dem Namen Katapult, Kick-Start-, Runner-, Speed- und Speeder-Zertifikate erhältlich.

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