Fondstypen im Überblick
Fondsübersicht:
Aktienfonds
Rentenfonds
AS- (Altersvorsorge-Sondervermögen), Dach- und Garantiefonds
Geldmarkt- Misch-, Hedge- und offene Immobilienfonds
Versicherungsfonds mit US-amerikanischen Zweitmarktpolicen
Geschlossene Immobilienfonds Deutschland
Geschlossene Immobilienfonds International
Schiffsfonds / Schiffsbeteiligungen
Medienfonds
Private Equity Fonds / Venture Capital Fonds
Umwelt- / Ökofonds
Aktienfonds
Rentenfonds investieren in festverzinsliche Wertpapiere. Gerade in turbulenten Börsenzeiten sind sie bei Anlegern besonders beliebt, gelten sie doch als eine besonders risikoarme Geldanlage. Die meisten Rentenfonds kaufen ausschließlich Anleihen guter Schuldner. Manche nehmen sogar nur Staatsanleihen in ihr Depot. Die erstklassige Bonität ist wichtig, da die Anlagerichtlinien in Deutschland eine höhere Konzentration auf einzelne Emittenten zulassen. Zudem ist der Anleger nicht auf Jahre an den Fonds gebunden. Er kann seine Anteile jederzeit verkaufen. Der Nachteil: Die Rendite von Rentenfonds ist meist nicht so attraktiv wie die von Aktienfonds. Die Zinssituation bestimmt maßgeblich die Rendite von Rentenfonds. Mehr als 4 bis 5 Prozent sind derzeit an den Kapitalmärkten nicht drin. Selbst Papiere mit langen Laufzeiten bringen kaum mehr als solche mit mittleren Laufzeiten.
- Aktienfonds Welt
Die Klassiker unter den Aktienfonds. Sie investieren weltweit in Aktien von Unternehmen, vorwiegend in Märkten wie den USA, Europa und Asien. Dadurch haben sie das breiteste Anlagespektrum. Sie eignen sich für Einmalanlagen, Spar- und Auszahlpläne gleichermaßen, können mit anderen Fonds kombiniert werden.
- Aktienfonds Regionen
Diese Fonds investieren nur in Aktien aus einer bestimmten Region, wie Nordamerika oder Pazifik. Wer kein Währungsrisiko eingehen will, kauft Fonds, die nur in Euroland-Aktien anlegen. Sie eignen sich für Anleger, die eine Region übergewichten wollen, ohne sich mit der Auswahl einzelner Titel zu beschäftigen. Geeignet für Einmalanlagen, Spar- und Auszahlpläne.
- Aktienfonds Länder
Sie bieten noch weniger Auswahl als Regionenfonds. Die Abhängigkeit von der jeweiligen Konjunktur- und Zinsentwicklung des Landes ist enorm groß. Daher sollten Anleger den jeweiligen Markt gut kennen. Länderfonds eignen sich nur für Einmalanlagen und Sparpläne.
- Aktienfonds Emerging Markets
Sie sind ein Spezialfall der Regionen- und Länderfonds. Diese Fonds investieren in den Regionen Osteuropa, Südamerika und Asien. 'Emerging Markets' steht für den Aktienmarkt eines Schwellenlandes, der starke Kursschwankungen aufweisen kann. Daher eignen sich die Fonds nur für gut informierte Anleger oder erfahrene Spekulanten - und auch die sollten nur einen kleinen Teil ihres Geldes in diese Fonds stecken.
- Aktienfonds Branchen
Sie investieren in Unternehmensaktien eines speziellen Wirtschaftszweigs - etwa Pharma. Nachteil: Branchen schwanken konjunkturbedingt stark. Zudem ist es schwer, die Aussichten einer Branche einzuschätzen. Diese Fonds sind nur etwas für erfahrene Anleger. Geeignet für die Einmalanlage und als Beimischung in einem gut gestreuten Depot.
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Rentenfonds
Das Vorurteil, Aktienfonds seien ein riskantes Investment stimmt nur bedingt. Es trifft vor allem dann zu, wenn Anleger ihre Anteile nur kurzfristig halten. Auf lange Sicht haben Aktienfonds jedoch ein relativ kalkulierbares Risiko. Zudem lohnt sich ein Investment, denn die Rendite von Aktienfonds ist meist höher als bei sicheren Rentenfonds. Das Verlustrisiko von Fonds wird mit zunehmender Anlagedauer geringer. Bei Aktienfonds sinkt es aber erst nach etwa 20 Jahren in den Promillebereich. Diese Fonds sind daher nichts für Ungeduldige.
- Rentenfonds Euro
Anleihen dieser Fonds lauten ausschließlich in Euro. Ein Währungsrisiko gibt es für deutsche Anleger daher nicht. Der größte Teil eines Euro-Rentenfonds besteht aus Staatsanleihen. Er ist also besonders sicher. Aufgrund der Sicherheit eignen sie sich vor allem für Einmalanlagen und Auszahlpläne. Für den Vermögensaufbau mit einem Sparplan eignen sich dagegen renditestärkere Aktienfonds besser.
- Rentenfonds Euro mit kurzen und mittleren Laufzeiten
Diese Fonds investieren in Anleihen mit Laufzeiten von maximal 5 Jahren. Sie sind besonders geeignet für Einmalanlagen und wenn der Anleger erwartet, dass die Zinsen bald steigen.
- Rentenfonds Euro mit langen Laufzeiten
Diese Fonds investieren in Anleihen mit Laufzeiten von sechs oder mehr Jahren. Geeignet sind sie für Einmalanlagen und wenn der Anleger erwartet, dass die Zinsen sinken.
- Rentenfonds Währungen
Mit diesen Fonds gehen Anleger ein größeres Risiko ein. Grund: Diese Fonds investieren in Anleihen mit fremden Währungen. Manche mischen internationale Anleihen, andere spezialisieren sich beispielsweise auf Dollar, Yen oder britisches Pfund. Hier drohen Wechselkursverluste. Diese Fonds sind spekulativ und eignen sich nur für eine einmalige, von einer bestimmten Idee geleiteten Geldanlage.
- Rentenfonds High-Yield
"High Yield" heißt übersetzt hohe Erträge. Diese erhalten die Fonds als Entschädigung für die Anleihen, in die sie investieren. denn die sind meist von zweifelhaften oder schlechten Schuldnern. Sie eignen sich nur als Einmalanlage. Anleger sollten mit High-Yield-Fonds höchstens 10 Prozent ihres Depots füllen.
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AS- (Altersvorsorge-Sondervermögen), Dach- und Garantiefonds
Neben Aktien- und Rentenfonds gibt es auch andere Fonds, in die sich eine Investition unter bestimmten Aspekten lohnt. So gelten z.B. Geldmarktfonds als relativ sichere Geldanlage und sind daher gerade in turbulenten Börsenzeiten sehr beliebt.
- AS-Fonds
AS steht für Altersvorsorge-Sondervermögen. Diese Fonds mischen Aktien, Anleihen und offene Immobilienfonds. Sie sind speziell für die Altersvorsorge konzipiert. Allerdings sie nicht die Kriterien der Riester-Reform. AS-Fonds bieten sich vorwiegend für ältere Sparer an, die nicht mehr viel Zeit haben Verlustphasen von anderen Fondsarten auszusitzen. Für 20- bis 40-Jährige sind Aktienfonds aufgrund der höheren Renditeerwartung besser geeignet.
- Dachfonds
Sie investieren nicht in einzelne Wertpapiere, sondern in andere Fonds. Strenge gesetzliche Auflagen und eine breite Streuung sollen ihr Risiko mindern. Je nach Anlagestrategie legen sie in Aktien-, Renten-, Geldmarkt- oder Immobilienfonds an. Aber auch Dachfonds sind nicht vor Verlusten gefeit. Auch erzielen sie nicht unbedingt bessere Renditen.
- Garantiefonds
Diese Fonds bieten Anlegern eine Sicherheitsgarantie. Daher sind sie gerade in schlechten Börsenzeiten sehr beliebt. Denn entweder ziehen sie eine Verlustgrenze oder der Anleger hat die Gewissheit, dass er von Verlusten bis zu einem gewissen Prozentsatz verschont bleibt. Nachteil: Die größere Sicherheit geht zulasten der Rendite.
- Offene Garantiefonds
Anleger können praktisch zu jeder Zeit Anteile an diesen Fonds kaufen oder verkaufen. Allerdings greift der Schutzmechanismus oft nicht jederzeit sondern ist abhängig vom Garantierezept des Fonds. Beispiel: Der Schutz greift nur zum Jahres- oder Laufzeitende.
- Geschlossene Garantiefonds
Diese Fonds haben eine feste Laufzeit. Die Garantie greift nur zum Ende der Laufzeit. Wer vorzeitig aussteigen will, muss mit Abschlägen rechnen.
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Geldmarkt- Misch-, Hedge- und offene Immobilienfonds
Aktien- und Rentenfonds sind unbestritten bei deutschen Anlegern das beliebteste Investment. Doch neben diesen beiden gibt es auch andere Fonds, in die sich eine Investition unter bestimmten Aspekten lohnt. So gelten auch Geldmarktfonds als sichere Geldanlage und sind daher gerade in turbulenten Börsenzeiten sehr beliebt. Sie investieren in Zinspapiere mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und daher vor allem als kurzfristige Geldanlage geeignet.
- Geldmarktfonds Euro
Sie investieren ausschließlich in Papiere, die auf Euro lauten. Geeignet zum Geldparken aber auch als Einmalanlage.
- Geldmarktfonds Währungen
Diese Fonds investieren in kurzlaufende Papiere, die auf fremde Währungen wie US-Dollar oder Yen lauten. Anleger können mit diesen Fonds auf einen Anstieg der entsprechenden Währung gegenüber dem Euro spekulieren.
- Mischfonds
Investieren in Aktien, Anleihen oder andere Fonds. Es gibt Fonds mit ausgewogener, offensiver oder defensiver Ausrichtung. Offensive Fonds enthalten mehr Aktien, defensive mehr Anleihen. Geeignet für Anleger, die einmalig in einen Fonds investieren und sich dann um nichts mehr kümmern wollen.
- Gemischte Aktien / Rentenfonds
Entweder ist die Aktienquote durch Richtlinien stark beschränkt oder die Fondsmanager können freier über das Mischverhältnis entscheiden.
- Mischfondskonzepte Renten
Es kann nach drei Varianten unterschieden werden: 1. Rentenfonds Welt investieren in Anleihen, die auf eine der wichtigsten Währungen wie Dollar lauten. 2. Rentenfonds Europa investieren in Zinspapiere, die auf eine der wichtigsten europäischen Währungen wie Euro lauten. 3. Rentenfonds Euro haben überwiegend Euro-Anleihen im Depot, mischen aber bis zu 10 Prozent andere Papiere bei.
- Hedgefonds / Dachhedgefonds
Hedgefonds-Produkte bieten seit Jahresbeginn 2004 auch dem Privatanleger die Möglichkeit ihr Depot unabhängiger von der allgemeinen Entwicklung an den Kapitalmärkten machen zu können. Hedge-Fonds setzen nicht nur auf steigende Kurse sondern auch auf fallende. Die verschiedenen Anlagestrategien dieser Hedgefonds sollten transparent und verständlich dargestellt werden können. Bei den Dach-Hedgefonds speziell für den Privatanleger konzipiert werden Renditen von durchschnittlich 6 % als durchaus realistisch angesehen. Die auf den ersten Blick magere Rendite stellt die eine Seite dar, die andere sagt aus, dass der Anleger in der Regel mit Hedgefonds auch geringere Risiken eingeht als beispielsweise mit Aktien. Die Taktik der Hedgefondsmanager ist es, das Kapital zu erhalten, wenn die Märkte nach untern gehen, und nach oben einen möglichst großen Teil des Schwungs mitzunehmen. Wichtig ist aber zu wissen, dass auch Hedgefonds keinen absoluten Schutz vor Verlusten bieten können.
- Offene Immobilienfonds
Sie investieren in Grundstücke und Gebäude. Anleger können jederzeit Anteile kaufen oder wieder abstoßen. Daher braucht der Fonds ständig verfügbare Mittel, um Anleger eventuell auszuzahlen. Nachteil: Diese Gelder bringen nur relativ geringe Renditen.
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Versicherungsfonds mit US-amerikanischen Zweitmarktpolicen
Der US-Markt für gehandelte Lebensversicherungen hat ein enormes Wachstum zu verzeichnen. Innerhalb der letzten 10 Jahre hat sich das Marktvolumen von einigen wenigen Millionen Dollar auf über 2 Milliarden USD im Jahr 2002 gesteigert. In den USA beträgt die gesamte Lebensversicherungssumme der Personengruppe über 65 Jahre derzeit 470 Milliarden USD. Das Potenzial der auf dem Zweitmarkt handelbaren Policen beläuft sich nach übereinstimmender Aussage mehrerer Marktbeobachter auf deutlich über 100 Milliarden USD.
Seit 2002 haben deutsche Investoren die Möglichkeiten über Fondslösungen an den erstklassigen Ertragspotentialen dieser US-Life-Zweitmarktfonds zu partizipieren.
Das Konzept:
Der Investor beteiligt sich an einem gezielt ausgewählten und geprüften Portfolio bestehender US-Lebensversicherungen. Dieses Segment der Kapitalanlage war bisher hauptsächlich den Institutionellen Anlegern vorbehalten. Die dynamische Kapitalanlage bietet überdurchschnittliche Renditechancen bei überschaubarem Risiko. Zudem besteht nahezu keine Abhängigkeit zu "traditionellen" Anlageformen wie Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren.
Die Mindestzeichnungssumme beträgt in der Regel 10.000 USD. Die Laufzeit des Investments ist auf maximal 10 Jahre begrenzt. Bei prospektiertem Verlauf erhält der Investor bereits nach bis zu 6 Jahren sein eingesetztes Kapital zurück. Der Zeitpunkt erstmaliger Ausschüttungen und deren Höhe hängen wesentlich von der Fälligkeit der einzelnen Policen ab. Nach ca. 2-3 Jahren nach Fondsschließung ist mit ersten Rückflüssen zu rechnen.
Weitgehend einkommensteuerfreie Rendite und weitestgehende Schenkungs- und Erbschaftssteuerfreiheit.
Die Vorteile:
- Hohe Steuer-Attraktivität
- Kurze Kapitalbindung
- Unabhängig von klassischen Märkten wie Aktien, Renten oder Immobilien
- Überdurchschnittlich hohe Rendite in Höhe von 11-13% p.a. (IRR)
- Attraktives Risiko/Rendite Verhältnis
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Geschlossene Immobilienfonds Deutschland
Kapitalanlagen in Immobilien haben in Deutschland ein lange Tradition. Aktuell sind über 50 % des gesamten privaten Anlagevermögens in Immobilien investiert. Dies entspricht einem Wert von über € 3.500 Mrd. Kriterien wie Wertzuwachs, Inflationsschutz, Sicherheit und steuerliche Förderung werden seit je her vor allem mit Immobilien assoziiert. Anleger, die mit begrenztem Kapitaleinsatz und ohne eigenen Verwaltungsaufwand am wirtschaftlichen Nutzen einer Immobilie teilhaben wollen, beteiligen sich an geschlossenen Immobilienfonds. Nach verschiedenen Änderungen der deutschen Steuergesetzgebung stehen derzeit wieder renditeorientierte Fonds mit guter Gebäudequalität an ausgewählten Standorten im Vordergrund der Anlageentscheidung.
Wesentliche Merkmale von Immobilienfonds Deutschland:
- Ausschüttung
ab ca. 5%, über die Jahre ansteigend
- Anlagehorizont
langfristig, mindestens 10 Jahre
- Währungsrisiko
in der Regel nein, Ausnahmen bei Fremdfinanzierung in Auslandswährung
- Einkunftsart
Vermietung und Verpachtung oder Gewerbebetrieb
- Sicherheitenkonzept
in der Regel Prospektprüfungsbericht durch unabhängigen Prospektprüfer, Höchstkosten- und Platzierungsgarantien, Treuhänder und Treuhandbank, steuerliches Gutachten
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Geschlossene Immobilienfonds International
Immobilienfondsangebote im Ausland, insbesondere in Holland, Österreich und den USA, sind zu einem festen Bestandteil der Vermögensanlage geworden. Bei diesen Angeboten profitieren die Anleger aufgrund von Doppelbesteuerungsabkommen von einer vergleichsweise günstigeren Besteuerung ihrer Auslandseinkünfte im Investitionsland. In Deutschland unterliegen diese Einkünfte im Rahmen der Freibeträge lediglich dem Progressionsvorbehalt. Nach Ausschöpfung der Freibeträge gelten die landesbezogenen Steuersätze, die in der Regel noch unter den vergleichbaren Steuersätzen im Inland liegen.
Wesentliche Merkmale von Immobilienfonds International:
- Ausschüttung
ab ca. 6,0-6,5%, ansteigend
- Anlagehorizont
mittel- bis langfristig
- Währungsrisiko
ja, sofern nicht in einem Euro-Land
- Einkunftsart
Auslandseinkünfte
- Sicherheitenkonzept
abhängig vom Initiator, in der Regel Prospektprüfungsbericht durch unabhängigen Prospektprüfer, Höchstkosten- und Platzierungsgarantien, Treuhänder und Treuhandbank, steuerliches Gutachten
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Schiffsfonds / Schiffsbeteiligungen
Bei einer Schiffsbeteiligung investieren die Anleger in den Bau und Betrieb eines Schiffes - häufig in Kooperation mit der Reederei. Die Chartereinnahmen bestimmen die Höhe der Ausschüttungen. Zusätzlich kann ein Veräußerungsgewinn anfallen, wenn mehrheitlich von den Gesellschaftern der Verkauf des Schiffes beschlossen wird. Die Charterverträge werden normalerweise auf Dollar-Basis abgeschlossen. In der Regel läuft der erste Vertrag schon nach einigen Jahren aus. Die Konditionen des Anschlusscharters richten sich nach der aktuellen Lage des internationalen Schifffahrtsmarktes. Darüber hinaus haben die steuerlichen Regelungen einen starken Renditeeinfluss. Die Neuregelung der Tonnagebesteuerung führt dazu, dass die Ausschüttungen weitgehend steuerfrei bleiben, wenn zur Tonnagebesteuerung (ca. 0,2 % der Ausschüttungen) optiert wird. Bis Anfang 2007 wird es noch das so genannte 'Kombi-Modell' geben. Dabei erzielt der Investor in den ersten drei Jahren der Beteiligung 'Einkünfte aus internationaler Seeschiffahrt' und profitiert von erheblichen Verlustzuweisungen in dieer Zeit. Innerhalb von drei Jahren muss der jeweilige Fonds dann aber zur sehr viel niedrigeren Tonnagesteuer wechseln. Dann ist zwar Schuß mit den Verlustzuweisungen, aber die Ausschüttungen erhält der Anleger dafür fast steuerfrei. Ab dem 1. Januar 2007 gibt es für Initiatoren und Ihre Anleger nur noch die Wahlmöglichkeit zwischen beiden Besteuerungsarten. Dann muss vorher entschieden werden, ob die Fondserträge über mindestens zehn Jahre versteuert werden sollen oder ob gleich auf die pauschale Tonnagebesteuerung gesetzt wird. Was für die reinen Tonnagesteuerfonds gegenüber den Kombi-Modellen spricht, ist der Wegfall des so genannten 'Unterschiedsbertrags', der beim Wechsel zur Tonnagesteuer anfällt. Dieser Unterschiedsbetrag errechnet sich aus der Differenz zwischen Markt- und Buchwert eines Schiffes. Genau hier liegt ein nicht unerhebliches Risiko für den Anleger. Insbesondere wenn die Schiffspreise - wie derzeit - noch immer weiter steigen sollten. Die laufende Ertragskraft von Schiffsfonds und damit die Höhe der Ausschüttungen wird im wesentlichen durch die Entwicklung der Angebots- und Nachfragesituation auf dem Schiffsmarkt für Tanker- und Containerkapazitäten bestimmt.
Wesentliche Merkmale von Schiffsfonds:
- Ausschüttung
ab ca. 5%, ansteigend
- Anlagehorizont
mittel- bis langfristig
- Währungsrisiko
in der Regal ja, weil Einnahmen in USD
- Einkunftsart
Gewerbebetrieb
- Sicherheitenkonzept
abhängig vom Initiator
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Medienfonds
Die Film- und Fernsehindustrie zählt nach wie vor zu den am stärksten wachsenden Wirtschaftsbranchen. Immer häufiger beteiligen sich private Anleger - über eine Fondsgesellschaft - als Investoren. Die Ertragskomponenten kommen aus unterschiedlichen Quellen. Lizenzen werden auf verschiedenen Verwertungsebenen vermarktet: z. B. Filmrechte für Kino, DVD, Fernsehen und sonstige Auswertungen. Lizenzen für die Nebenrechte betreffen Audio- / Tonträger, Printmedien, interaktive Medien, das Internet und alle Formen des Merchandising. Filme als selbsterstellte immaterielle Geschäftsgüter werden nicht über eine bestimmte Laufzeit abgeschrieben, sondern sind vielmehr in Höhe der gesamten Herstellungskosten schon im Jahr des Entstehens voll abzugsfähig.
Wesentliche Merkmale von Medienfonds:
- Ausschüttung
entsprechend der Gewinnverteilung
- Anlagehorizont
mittelfristig, Kapitalrückfluss in 3-5 Jahren möglich
- Währungsrisiko
möglich
- Einkunftsart
Gewerbebetrieb
- Sicherheitenkonzept
abhängig vom Initiator, in der Regel Höchstkosten- und Platzierungsgarantie, Erlösabsicherung durch Vorabverkäufe, Erlösausfallversicherung, Fertigstellungsgarantien (completion bonds)
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Private Equity Fonds / Venture Capital Fonds
Die Venture Capital Fonds, die Wagniskapital für junge Unternehmen in zukunftsträchtigen Branchen wie IT, Bio-Tech und Medien zur Verfügung stellen, gehören derzeit zu den wachstumsstärksten Fondstypen. Die Initiatoren der Venture Fonds unterstützen nicht nur die Finanzierung einer Geschäftsidee, sondern stehen in der Regel mit Know-how, einem branchenspezifischen Netzwerk und zusätzlichen Management-Leistungen zur Verfügung. Die Renditeerwartungen sind deutlich zweistellig, korrespondieren aber auch mit einem entsprechend hohen Risikopotenzial dieser Anlageform. Ein Totalverlust des Investments kann nicht ausgeschlossen werden. Steuerliche Vorteile spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Wesentliche Merkmale von Private Equity Fonds:
- Ausschüttung
anfänglich gering, abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg des Fonds
- Anlagehorizont
mittelfristig
- Währungsrisiko
möglich
- Einkunftsart
in der Regel Kapitalvermögen
- Sicherheitenkonzept
nur geringe Sicherheiten
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Umwelt- / Ökofonds
Geld investieren und dabei gleichzeitig ein gutes Gewissen haben - mit grünen Fonds ist das möglich. Doch die Branche ist noch jung: Von den etwa 40 Fonds sind gerade einmal zehn länger als fünf Jahre am Markt. Nicht ganz eindeutig ist die Definition grüner Fonds. So können sich Anleger beispielsweise zwischen Öko-, Ethik- oder Umwelttechnologiefonds entscheiden. Hier erhalten Sie einen kleinen Überblick über grüne Fonds, die Anlagekriterien und Sie den passenden Fonds finden.
Eine einheitliche Definition für grüne Fonds gibt es nicht, nur Richtlinien. Das Freiburger Öko-Institut teilt die Fonds in die folgenden fünf Kategorien:
- Ökofonds
Investition in so genannte Öko-Leader. Das sind große Konzerne, die sich durch eine ökologischere Produktionsweise oder Produktpalette als ihre Mitbewerber auszeichnen.
- Öko-Pionierfonds
Setzen auf kleinere und innovative Unternehmen, die umwelt- und sozialverträgliche Technologien entwickeln.
- Ethikfonds
Legen mehr Wert auf soziale Kriterien als auf die ökologische Performance der ausgewählten Unternehmen.
- Umwelttechnologiefonds
Beteiligen sich an Unternehmen, die Anlagen zur Abwasser- und Abfallbehandlung oder zur Windkraftnutzung bauen.
- Nachhaltigkeitsfonds
Berücksichtigen bei der Unternehmensauswahl ökologische, soziale und ethische Aspekte gleichermaßen.
Die Grenzen sind teilweise fließend. Anleger sollten daher vor dem Kauf die genaue Zusammensetzung des Fonds erfragen. Nur so ist wirklich sichergestellt, dass die grüne Anlage den persönlichen Kriterien entspricht.
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